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Kirchenmusik

Elternchor, mittwochs 18.30-19.15 Uhr im Petrigemeindehaus
 Kantorei
, mittwochs 19.30 Uhr im Petrigemeindehaus
ORGELMUSIK ZUR MITTAGSZEIT dienstags, 12.00-12.20 Uhr
Im Oktober in der Andreaskirche Im November in der Petrikirche

 

KONZERT ZU MARTIN LUTHERS TAUFTAG
Fanny Hensel, geb. Mendelssohn:
ORATORIUM NACH BILDERN DER BIBEL
Felix Mendelssohn Bartholdy: DER 42.PSALM
„Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“
Stefanie Fels (Sopran); Constanze Hirsch (Alt)
André Khamasmie (Tenor); Daniel Blumenschein (Bass)
Kantorei Eisleben, Kantorei Sangerhausen
Thüringer Symphoniker Rudolstadt-Saalfeld
Leitung: KMD Thomas Ennenbach

Choleramusik“ hat Fanny Hensel (1805-1847), ältere Schwester von Felix
Mendelssohn Bartholdy, ihr „Oratorium“ genannt. Sie selbst überstand
die Cholera-Epidemie 1831. Auffallend ist die besonders feinfühlige
Instrumentierung. Viel barocke Ernsthaftigkeit und die Bach- und Händelliebe
der Mendelssohns ist aus manchem Chor heraus zu spüren. Nach Aufführungen
im privaten Rahmen der Familie Mendelsohn-Hensel erlebte das Werk
erst 1984 seine Uraufführung – ein wichtiger Impuls, um ein bedeutendes
Werk einer bedeutenden Komponistin in den Konzerten zu etablieren.
Ihr Oratorium ist das dritte der in rascher Folge 1831 entstandenen
kirchenmusikalischen Werke; es ist größer angelegt als die vorangegangenen
Kantaten: 5 bis zu 8-stimmige Chorsätze, Erweiterung des Orchesters
um drei Posaunen. Wieder spannt Fanny Hensel den Bogen zurück
und schafft bisweilen eine ‚archaische’ Atmosphäre für biblische Worte.
Trotzdem offenbart das Werk eine erstaunliche Eigenheit, Originalität und
Ausdrucksstärke. Schon die Introduktion fesselt sofort, die Chöre sprechen
die Zuhörer unmittelbar an, die Arien sind voller romantischer Tiefe und
Anmut. Sinnliche, farbreiche Musik voller melodischer Eingebungen und
erstaunlicher Dramatik wie dann auch im 42. Psalm von Felix Mendelssohn.
Zwei Stücke mit einem Spannungsbogen vom düsteren Grundton des
aus der Tiefe flehenden Sünders bis zum Gotteslob der Erretteten.
Fanny und Felix Mendelssohn pflegten eine sehr enge geschwisterliche
Beziehung. Dass sie ihr Talent nicht in gleicher Weise wie der Bruder entfalten
konnte, war ein Ausdruck ihrer Zeit, wo es in höheren Kreisen als nicht schicklich
galt, als Frau Geld zu verdienen. Ihr Ehemann, der Maler Wilhelm Hensel,
unterstützte ihre künstlerischen Ambitionen, ihre Privat-Konzerte wurden von
ihren Zeitgenossen hoch geschätzt. Als sie mit 41 Jahren an einem Schlaganfall
starb, war auch die Schaffenskraft ihres Bruders gebrochen. Er starb nur ein
halbes Jahr später an der gleichen Ursache.

 

 

 

Kirchenmusik 2018 für den Evangelischen Kirchenkreis Eisleben/ Sömmerda

 

 

 

Orgel von Wilhelm Rühlmann (|||/42), 1877, in der Andreas-Kirche,