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Nicolaikirche

 

 

Die St. Nicolaikirche prägt noch heute mit ihrer schlanken spätgotischen Turmspitze unverwechselbar das Bild der Lutherstadt Eisleben. Bereits im 12. Jahrhundert wurde in der nördlichen Vorstadt eine Godehardkapelle erwähnt. Der berühmte Bischof Magdeburgs, Wichmann von Seeburg, hat wahrscheinlich die Friesen in seine Mansfelder Heimat geholt, die das Sumpfgebiet nördlich von Eisleben trocken legten und somit die Stadterweiterung ermöglichten. Von ihnen wurde diese Godehardkapelle errichtet. Bis in das 15. Jahrhundert wurden die Patrozienen Godehard und Nikolaus genannt und das älteste Kirchensiegel zeigt noch beide Heilige. Die heutige Kirche aus hellem Sandstein stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, der Chor wurde am 2. Juli 1426 geweiht. Es ist eine kleine dreischiffige Hallenkirche von drei Jochen über leicht verzogenem Grundriss mit 5/8-Chorschluß. Das Langhaus ist innen mit schlichten achteckigen Pfeilern ausgestattet. Die Kreuzgewölbe ruhen im Chor auf Runddiensten, im Langhaus auf Konsolen. Kaum noch lesbare gotische Minuskeln an der Nordwestecke des Turmes teilen den Baubeginn des niedrigen, massigen Westturmes mit: 31. Mai 1462. Der Abschluss kann jedoch nicht belegt werden. Bemerkenswert sind die edlen Maßwerkfenster mit spätgotischer Fischblasenornamentik. Chor und Langhaus stützen Strebepfeiler, zwischen den beiden mittleren Strebepfeilern der Südseite ist wie offizielle netzgewölbte Vorhalle eingespannt.